Über die Autorin
Buch

POESIE  
PROSA
ESSAY
Aus Wilde Heckenrose
Aus Alte Lieder
Aus Aus Tore, Fenster, Bögen   
Aus Stanzen in der Weise von Alexander Pope
Aus Stelen und Inschriften
Aus Jamben
Aus Chinesische Reise
Aus Abendlied
Aus Elegien
Aus Anfang des Buches
Aus Aus Tore, Fenster, Bögen
(1979–1983)
Frühling
für Iwan Zhdanow
Gerade noch wollte ich sagen:
”Komm, besuche mich!”,
doch der Winter endet schon.

Mit Hieroglyhen der Sträucher und Bäume
mit Druck und ohne Druck
schreiben und schreiben sie.
Ach, auf feuchtem Papier
mit unsichtbarem Pinsel,
auf die weiche, reiskörnige Luft
zu schreiben ist eine reine Freude -
du hältst die Hände nicht an.

Ein Luftbuch schreibt wie Chlebnikow:
irgendwelche Wurzelwörter,
Brunnen der Ereignisse,
goldene Halsketten des Angebrochenen.
Übrigens, wenn du kommst, wirst du es sehen.

Aus der Kammer des Winters,
aus dem Zimmer der Nacht
kommt die Sonne heraus -
seltsam, wie sie dort Platz gefunden?
Nichts ist zu tun - also wärmt sie jetzt.
Sie muß etwas
Wichtiges beleuchten,
etwas Liebes ...
Komm, schieb es nicht auf.

Wieviel auch immer man dem Menschen
leuchtet, fliegt oder schreitet,
wieviel Bäche auch immer zeichnen
die Berge und Mulden
unseres Tales,
wieviel auch immer die Vögel künden,
wie der Himmel die Erde umgibt
mit tausendarmigem Azur,
Azur, zärtlicher Bettler -
doch traurig zu denken, daß niemand kommt.

Weißt du denn, wann es zu spät sein wird?
Wenn der Schnee fort ist, wirst du
nach uns suchen -
doch wir sind nirgends zu sehn.
Walter Thümler
Sieben Gedichte
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In der Psychiatrie
An Licinius
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 Frühling
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